Ziel Nord-Nord-Ost...

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Montag, 22. Juni 2015

Von Vuokatti bis Imatra

Heute sind wir erst um ca. 9:00 Uhr aufgestanden und haben uns ganz feudal Spiegeleier mit Baked Beans zum Frühstück gemacht. Das war richtig lecker und hat fast für den ganzen Tag satt gemacht. Abgefahren sind wir erst um halb elf.

Die heutige Tour ging in Richtung Joensuun und weiter an die Russische Grenze. Unterwegs haben wir in Koli einen Zwischenstopp eingelegt, einer sehr schönen Halbinsel im See Pielinen. Im Winter ist es offensichtlich ein sehr attraktiver Skispot. Im Sommer eine Idylle mit traumhaft schönen kleinen Seen inmitten des großen Sees. 

Als wir an einer besonders schönen Stelle ausgestIegen waren, um uns einen kleinen See mit tollen Ferienhäusern anzusehen, sprach uns ein sehr freundlicher älterer Finne an, dem 2 dieser Häuser gehören. Sonst war niemand da. Wir erläuterten ihm den Hintergrund unserer Rally und den von uns gewählten Charityzweck. Er fand das so faszinierend, das er Fotos von uns und unserem Auto machte, um es auf seinem Facebook Account einzustellen. Das hat uns sehr gefreut. Nebenbei lud er uns in sein Ferienhaus zu einem reduzierten Preis ein. Mal sehen, ob wir das nicht mal annehmen.

Danach fuhren wir nach Kerimäki zum Task of the day: ein Foto des Rallyfahrzeugs vor der größten Holzkirche der Welt. Das war einfach! Vor Ort trafen wir 2 Teams, die ungefähr zur gleichen Zeit eingetroffen waren. Nach interessanten Gesprächen verabschiedeten wir uns, um nach der morgigen Fahrt durch Russland in Estland wieder zusammen zu kommen (die 2. Party, Ihr wisst schon).

Der letzte Abschnitt war heute gefühlt besonders lang; die Kilometer haben wir aber nicht gezählt. Allerdings sind wir einen ordentlichen Umweg gefahren (ca. 100 Km), weil wir einmal falsch abgebogen waren. Aber wir stehen jetzt unmittelbar an der Russischen Grenze, die wir morgen am Grenzübergang Svetogorsk überqueren wollen. Mal schauen, was geht! Einige andere Teams haben sich offensichtlich in Lapeenranta zusammen gefunden, um die Grenze bei Vyborg zu überqueren.

Vielleicht bleiben wir auch noch eine Nacht in St. Petersburg oder im Umland. Sofern wir gut über die Grenze kommen, haben wir genug Zeit. 
So, jetzt hat Dauerregen eingesetzt, aber wir haben ja unseren heimeligen Bus.

Fotos von diesem schönen Tag anbei.










Da die Posts immer noch über das Smartphone getippt werden und es damit schwierig ist, an der Grundstruktur etwas zu verändern, kann der Link zum Tracking nicht in die Menüleiste eingebunden werden. Henri, ich bitte um Nachsicht...
Bitte schaut Euch den Link in einem der früheren Posts an, da ist er herausgestellt. Danke dafür und bis demnächst!



Sonntag, 21. Juni 2015

Von Rovaniemi nach Vuokatti am Oulujärvi

Ja, liebe Leser, die Orte heissen wirklich so. Der Ausgangspunkt unserer heutigen Reise ist gleichzeitig der Heimatort von Santa Clause, und zwar unmittelbar am Polarkreis in Finnland. Dort haben wir heute erfolgreich die Tagesaufgabe gemeistert: Rallyeauto als Schlitten verkleiden und das Team als Weihnachtsmann und Gehilfen. Das Foto dazu liefern wir Euch morgen nach, da es sich noch auf der anderen Kamera befindet, versprochen! Die Aufnahme sollte südlich des nördlichen Polarkreises erfolgen, unmittelbar! Auch das ist uns gelungen. Inr dürft gespannt sein.

Da wir uns heute allein auf die nächste Etappe gemacht hatten, konnten wir unsere Zeit völlig frei einteilen. Das war angenehm, auch wenn die gemeinsamen Momente irgendwie fehlen.

Eigentlich wollten wir heute auf der Insel Haliluoto campen. Da wir allerdings bereits am Mittwoch in Estland sein müssen (die zweite Party), sind wir doch lieber weiter gefahren. Damit ist der morgige Weg an die Russische Grenze kürzer. Wir planen, bis dorthin zu fahren und dann  am Dienstag durch Russland bis nach Narva in Estland zu kommen. Dann haben wir am Mittwoch nur noch ca. 2,5 Stunden Fahrzeit bis zur zweiten Party-Location. Mal sehen, ob es funktioniert.
Über die Strecke heute gibt es nicht allzuviel zu berichten. Eher eintönig durch Nadelwälder und ab zu ein See.
Am Ende sind wir in Vauokatti auf einem Campingplatz am See angekommen. Und wen treffen wir dort, unsere Reisegefährten vom Team Unpaved. Damit hätten wir hier nicht mehr gerechnet. 
Wir hatten noch ein wirklich tolles Gespräch mit den Campingplatz Betreibern bei einem doppelten Whisky und einem Bier. Wirklich sehr freundliche und interessante Leute. Danke dafür.
Die Fotos des Tages folgen nun (mit Ausnahme des Santa Clause Fotos). Mehr dann morgen von der Russischen Grenze. 
Danke nochmals fürs Lesen und auch für die freundlichen Kommentare.


Der Weihnachtsmannshop




Heute wurde der kurze Shoppingaufenthalt bei Intersport in Oulu genutzt, um den Tausch-Gegenstand aus Norwegen gegen eine tolle Tasche aus Finnland einzutauschen. Ihr wisst noch, dass wir in Deutschland mit einer blauen Büroklammer gestartet waren.
Eingetauscht in Deutschland gegen einen Kreuzschlitzbit (2 Handwerker an der Fähre nach Rödby). Dann in Dänemark gegen einen Schlüsselanhänger mit Colaflasche, diesen in Schweden gegen einen Schlüsselanhänger mit Glitzerschmuck. Den gegen eine Packung Scheiben-Klar Tücher an einer Norwegischen Tanke und jetzt gegen eine tolle Einkaufstasche in Finnland. Mal schauen, was Russland bringt...

Übrigens: wenn Ihr das nächste mal auf Reisen geht, nehmt einen Eimer mit.
Bei der 80 Jahrfeier des Autohauses Speckhahn in Celle, hatte mir Frau Speckhahn einen blauen Eimer geschenkt. Auf meine Frage nach dem Sinn, sagte mir Frau Speckhahn, einen Eimer könne man immer gebrauchen. Und, was soll ich sagen, es stimmt genau. Der Eimer dient uns als Ablagefach, als Mülleimer, Zwischenlager für elektronische Geräte usw. usw..

Hier nun das lange versprochene Foto von der Weihnachtsschlitten-Aufgabe. Wir haben uns wirklich Mühe gemacht und hoffen, es gefällt Euch.



Samstag, 20. Juni 2015

Zurück am Polarkreis

Nach einer kalten Nacht in Stabbursdalen  hatten wir heute einen schönen Tag. Gleich nach der Abfahrt öffnete sich die Wolkendecke und die Sonne zeigte sich mit warmen Strahlen. 


Nach etwa einer Stunde Fahrt haben wir die Finnische Grenze überschritten, die sich mitten auf einem See befindet.



Danach beginnt eine Landschaft, die tatsächlich genau so aussieht, wie man sich Finnland vorstellt.
Nadelwald und scheinbar endlos viele Seen, in denen kleine Inseln mit Nadelbäumen sind. Wirklich sehr schön anzusehen. 




Die Strecke nach Rovaniemi war zwar ziemlich öde, dafür aber mit tollen Ausblicken. Ein Zwischenstopp an einem der Seen war besonders beeindruckend, denn die Wasseroberfläche war spiegelglatt und der wunderschöne Wolkenhimmel spiegelte sich darin. 



Irgendwo auf der Strecke liegt ein Sami-Museum. Dort haben wir eine kleine Kaffeepause eingelegt. Das nachfolgende Foto ist dort entstanden.


Und natürlich gibt es häufig Rentiere, die einfach so am Straßenrand grasen. Beweis anbei.




Wir sind gegen 19:30 dann nach 540 km in Rovaniemi angekommen und haben dank Michael einen schönen Campingplatz gefunden (wobei schön bedeutet: saubere Sanitäreinrichtung).



Nach einer guten, warmen Mahlzeit (Nudeln mit Putengeschnetzeltem, selbst warm gemacht), sitzen wir nun noch bei Bier, Jägermeister, Kümmerling und Mücken unter der Mitternachtssonne.


So, morgen geht's wieder weiter in Richtung Süden. Vorher muss allerdings noch die Weihnachtsschlitten-Challenge erledigt werden. Mal sehen, was das wird. Jedenfalls wird es mit jedem Kilometer wieder wärmer, das ist doch was. Bleibt also dran!

Freitag, 19. Juni 2015

Nordkap und noch weiter

Heute morgen sind wir nach einer ziemlich guten Nacht und einer warmen Dusche gegen 10:00 in Richtung Nordkap aufgebrochen. Die Strecke war ziemlich anspruchsvoll, da es ständig auf und ab ging und dabei äußerst kurvig war. Irgendwann muss man von der E 6 dann abbiegen, um das Nordkap zu erreichen. Da hatten wir bereits die ersten 220 km hinter uns (auf kurvigen Straßen mit teilweise extremen Steigungen nach etwa 5 Stunden).
Danach begann aber ein weiterer Straßenabschnitt bis zum Nordkap von 125 km Berg- und Talfahrt. Eine echte Herausforderung, die dadurch erleichtert wurde, dass wir immer wieder andere Teams trafen. 



Die Aufgabe des Tages bestand darin, ein Foto vom eigenen Rallyefahrzeug vor der Weltkugel am Nordkap zu machen. Der Kenner weiß, dass das aufgrund der Gegebenheiten gar nicht möglich ist, weil es keine Durchfahrt gibt. Allerdings kam später ein Team auf die Idee, einen großen Begrenzungsstein vom Parkplatz zu entfernen und durch die Lücke bis neben das Hauptgebäude zu fahren. Dadurch war es möglich, Auto und Weltkugel auf ein Bild zu bekommen. Einer soll mal erwischt worden sein und dafür sehr teuer bezahlt haben, so sagt die Legende.
Unser Foto unten zeigt Euch: Wir haben es geschafft!




Danach sind wir weiter gefahren in Richtung Finnland, das wir morgen erreichen werden.
Der T 4 läuft mit jedem Kilometer gefühlt besser. Bergauf muss er ziemlich arbeiten mit den 77 PS, aber trotz seiner 360.000 km immer klaglos. Schlafen kann man darin übrigens sehr gut.

So, liebe Leser, zum Schluss noch die Fotos des Tages. Morgen gehts nach Finnland und zwar in die Weihnachtsstadt (welche ist das wohl?). Die Challenge des Tages heißt:

Auto wie einen Weihnachtsschlitten pimpen und das Team als Weihnachtsmann verkleiden und natürlich Foto für das Roadbook machen. Gibt ja schließlich Punkte.
Es ist wieder taghell, obwohl es schon wieder gleich halb zwölf Uhr nachts ist.
Abschließend bitten wir nochmal um Nachsicht wegen etwaiger Fehler, aber jeder Post wird über das Smartphone mühsam getippt, da ja leider das MacBook kaputt ist.











Donnerstag, 18. Juni 2015

Der Tag danach...

Heute Morgen war dann wie so oft im Leben alles anders. Die 3 Waschplätze waren nicht so sauber wie gedacht, denn die Horde von schätzungsweise 250 Leuten hat einige Spuren hinterlassen. So ging es heute Morgen mit Zähneputzen und Katzenwäsche gleich um ca. 7:45 auf die Piste in Richtung Tromsö und Nordkap. Das ist unser Ziel am morgigen Freitag. 
Wir fuhren über die E 10 Richtung Narvik und dann auf die E 6 Richtung Norden. 

Frühstück an der Tanke und gleich weiter.  Der Weg für heute ist lang.
Gegen 20:30 sind wir nach etwa 640 km kurz vor Alta angekommen und haben nach einem schnellen Chili die Weinbuddel geöffnet. Von der echt anstrengenden Anreise noch ein paar Fotos. Da wir jetzt kurz vor dem Umfallen sind, bitten wir um Nachsicht, dafür gibt's Impressionen von der wirklich traumhaften, aber kalten Natur. 





Nordkap wir kommen!

Die große Party

Gestern sind wir sehr zeitig in Mo I Rana aufgebrochen, um die lange Anreise auf die Lofoten zu schaffen. Nach etwa einer Stunde hatten wir schon den nördlichen  Polarkreis erreicht, wo es außer einem großen Giftshop und einem Imbiss nicht wirklich was zu sehen gibt ( außer der Landschaft natürlich). 
Nach einem Hot Dog fuhren wir weiter auf der E 6. Gekommen waren wir über die E 12 aus Schweden.
Aus den Gesprächen des Vortages hatten wir mitgenommen, dass die Mehrheit der Rallye Teams die Route über Bodö nehmen wollten. Die Fähre von Bodö nach Svolvaer auf den Lofoten ist allerdings stark frequentiert, weshalb wir uns für die Fährroute von Bognes nach Lödingen entschieden haben. Die Anfahrt dorthin war entsprechend länger, die Fähre fuhr allerdings auch nur 1 Stunde. Der als 'Task of the day' zu findende Ort der Party war dann noch ziemlich weit entfernt, sodass wir um ca. 20:20 den wunderschönen Strand gefunden hatten, an dem sich bereits sehr viele Teams eingefunden hatten. 

Kurz gesagt: Viele nette Menschen, Musik und Bier bei Tageslicht bis etwa halb drei an einem der tollsten Strände. Nette Gespräche mit Interessanten Leuten. Ein Dutzend ging um 2:00 nachts in die eiskalte Nordsee Baden. Echte Wikinger eben. 
Entsprechend müde waren wir am Donnerstag morgen. Da wir jedoch beschlossen hatten, sehr früh aufzustehen um einen sauberen Waschplatz zu ergattern, mussten wir da durch. Fotos von diesem super coolen Mitternachtssonnen-Event am Strand von Gimsoya anbei.








Ja, die Freuwillige Feierwehr war auch bis hier her gekommen. Witzige Truppe. 

Dienstag, 16. Juni 2015

Am Polarkreis

Heute sind wir gegen 9:30 in Östersund gestartet und um ca 2030 in Mo i Rana in Norwegen angekommen. Die Strecke führte uns erst einmal durch Lappland. Wir haben dabei wunderschöne Ausblicke auf die Nadelbaum bewachsene Tundra gehabt. Die Straßen im hohen Norden Schwedens gehen bis zum Horizont. Bei einer Geschwindigkeit von 90 Km/h ist man sehr gemütlich unterwegs. Am späten Nachmittag haben wir dann die Bergkette zwischen Schweden und Norwegen erreicht. Ab hier wurde es deutlich kälter, in den hohen Lagen lag Schnee und die Seen waren teilweise gefroren. Traumhafte Ausblicke überall und zahlreiche Rentiere säumten den Weg. Ein großer Elch stand unmittelbar an der Straße im Graben und lief erst weg, als wir ihn passierten. Ein paar Fotos sollen die Eindrücke des Tages dokumentieren. 
Jetzt sind wir auf einem Campingplatz in Mo I Rana und haben gerade etwas gegessen. 
Übrigens, der Task of the day: eine Dose Surströming kaufen, öffnen und die geöffnete Dose 200 km mit dem Auto zu transportieren. Zum Nachweis musste ein Foto mit Tachoanzeige vorher und nachher gemacht werden. 
Wer jemals eine Dose geöffnet hat, der weiß wovon die Rede ist. Das Zeug stinkt schlimmer als der Tod und Klamotten, die damit bespritzt werden, sollten sogleich verbrannt werden.
Wir haben es geschafft, wie, wird allerdings nicht verraten. Unser Co-Teamchef hatte da eine wirklich tolle Idee.
Andere haben zum Beispiel die Dose nach dem Öffnen aussen am Auto befestigt. Wir hatten da die noch bessere Idee.
So, morgen geht's auf die Lofoten zur großen Party. Danach mehr. Wir freuen uns wenn ihr dranbleibt.